Heimspiel für den TV-Star

           

Andreas Jancke und Isabel Dotzauer, Schauspieler der ARD-Serie "Verbotene Liebe", waren gestern im Rahmen des bundesweiten Vorlese-Tages zu Besuch an der Adolf-Reichwein-Grundschule. Hier war Andreas einst Schüler. (Foto: Judith Michaelis)
Andreas Jancke und Isabel Dotzauer, Schauspieler der ARD-Serie "Verbotene Liebe", waren gestern im Rahmen des bundesweiten Vorlese-Tages zu Besuch an der Adolf-Reichwein-Grundschule. Hier war Andreas einst Schüler. (Foto: Judith Michaelis)

VORLESE-TAG. Der Hildener Schauspieler Andreas Jancke (Verbotene Liebe) las gestern Viertklässlern seiner alten Grundschule an der Beethovenstraße vor.

HILDEN. Einen Tag vorher hat Andreas Jancke seinen Text noch geübt. "Ich habe die Geschichte meiner Freundin vorgelesen", erzählte der Schauspieler aus der ARD-Serie "Verbotene Liebe". Es scheint ganz gut gelaufen zu sein: "Sie ist nicht eingeschlafen..." Gestern las der 28-jährige Hildener dann den Klassen 4 b und 4 c der Adolf-Reichwein-Schule vor. Eine Geschichte aus dem Kinderbuch "Drachen, Katzen, Königskinder" von Edith Nesbit. Für Andreas Jancke war es ein Heimspiel, schließlich war er von 1984 bis 1988 selbst auf dieser Schule.

Gespannt hörten die Viertklässler, die im Halbkreis im Mehrzweckraum saßen und teilweise auf gemütlichen Sitzkissen, Andreas zu, als er spannend und mit gut betont die Geschichte vom Königssohn vorlas. Und weil Andreas es so gut machte, gab er anschließend noch eine Zugabe für die Klassen 3 a und 3 b. Unter die kleinen Zuhörer mischte sich übrigens auch Klaus Hederich: Er war 21 Jahre lang Direktor der Adolf-Reichwein-Schule und vier Jahre Klassenlehrer von Andreas.

Parallel Isabel Dotzauer, ebenfalls Schauspielerin bei der "Verbotenen Liebe" eine Geschichte der Klasse 4 a vor.

Der gestrige Besuch der TV-Schauspieler war eine von mehr als 20 Vorlese-Aktionen in Hilden. Die wurden von der Stadtbücherei im Rahmen des bundesweiten Vorlese-Tages von "Stiftung Lesen" und Zeit organisiert. Mit diesem Tag soll bei Kindern die Lesekompetenz gefördert werden. Aber auch die Eltern sind gefragt: Vorlese-Geschichten wurden inzwischen durch CDs, DVDs oder den Fernseher abgelöst. "Zumeist fanden die Vorleseaktionen in Schulen und Kindergärten statt", sagte Bücherei-Leiterin Gabriele Belloff. Erstmals gab es gestern aber auch einen eher ungewöhnlichen Ort fürs Vorlesen: In der Moschee der Islamisch-Türkischen Gemeinde an der Otto-Hahn-Straße wurde Kindern in deutscher und türkischer Sprache vorgelesen. "Ohne Lesen ist die Zukunft verloren", begründete Aynur Bucan, warum sich die Hildener Gemeinde am Vorlesetag beteiligt hat.


17.11.2006    GÖTZ MIDDELDORF

 

Quelle: NRZ Online