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Hilden: Kinderbuch statt Drehbuch Stars der Fernsehserie "Verbotene Liebe" lesen Hildener Schülern vor. |
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Hilden. Videokameras surren, Blitzlichtgewitter, viele Fragen zum Privatleben Andreas Jancke kennt das. Durch seine Rolle als Gregor Mann in der ARD-Serie "Verbotene Liebe" (montags bis freitags um 17.50 Uhr) ist er den Rummel um seine Person gewohnt. Seit der 2396. Folge im Februar 2005 ist der mit dem Geissendörfer Nachwuchs-Preis ausgezeichnete Schauspieler dabei. Er mimt einen Frauenheld und leidenschaftlichen Verführer, der genau um seine Reize weiß und nicht davor zurückschreckt, diese gegen Geld anzubieten. Auch als Jancke am Freitag mit Kollegin Isabel Dotzauer (in der Fernsehserie spielt sie die Kellnerin Nicole) zur Adolf-Reichwein-Schule an der Beethovenstraße kam, wurde er sofort von Fragestellern umringt. "Wie alt sind Sie?" wollte Maximilian (9), Jung-Redakteur der noch namenlosen Schulzeitung, wissen. "28. Aber Du darfst mich ruhig duzen." Geduldig beantwortete Jancke jede Frage, ob er verheiratet sei ("Nein"), ob er Kinder habe ("Nein"), auf welche weiterführende Schule er gegangen sei: "HGH." HGH? Helmholtz-Gymnasium Hilden! Andreas Jancke wurde am 28. April 1978 in der Itterstadt geboren. Dort ist er zur Schule gegangen. In die Grundschule, die er am Freitag am bundesweiten Vorlesetag besuchte. "Und er war ein guter Schüler", behauptet Klaus Hederich. Der war vier Jahre lang sein Klassenlehrer und 21 Jahre der Schulleiter. Vor sechs Jahren ist er in den Ruhestand gegangen. Auch die Lehrerinnen Isolde Nolting und Christa Krüger-Herris kennt Jancke noch. Sie unterrichteten schon an der Schule, als der Fernseh-Star vor 18 Jahren zum HGH ging, um dort sein Abitur abzulegen. "Es wirkt alles noch so vertraut, obwohl ich schon ziemlich lange nicht mehr an meiner alten Schule gewesen bin", sagte Jancke. Ein bisschen aufgeregt sei er gewesen, seinen alten Klassenlehrer wieder zu treffen. Womöglich hat er deshalb seine Mutter Khadige mitgebracht. Als jeder Fotowunsch erfüllt und alle Fragen beantwortet waren, kamen endlich die Schüler zu ihrem Recht. Schließlich war der Schauspieler in seine Heimatstadt gekommen, um den Viertklässlern eine Geschichte vorzulesen. "Ich bin von der Arbeit etwas müde", gestand er zu Beginn den Schülern, "ich werde mir aber trotzdem Mühe geben". Das tat er wirklich, als er aus dem Kinderbuch "Drachen, Katzen, Königskinder" von Edith Nesbit vorlas. Und auch die Kinder gaben sich Mühe, den prominenten Vorleser nicht zu stören. Nur gelegentlich war ein leises Kichern zu hören, was bei einem Kinderbuch ja durchaus erwünscht ist. 18.11.06
Quelle: Westdeutsche Zeitung Online |
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