„Verbotene Liebe“ in der Fußgängerzone
           
Bergisch Gladbach - Wie schwer es ist, ein Schauspieler zu sein, davon konnten sich die Passanten in der Fußgängerzone ein Bild machen. Da hieß es „Action“ - und das bedeutete, dass Andreas Jancke als Gregor Mann im Taxi (Düsseldorfer Kennzeichen !) davonbraust. Hinter ihm die schmachtenden Blicke von Nina Juraga alias Maximiliane Frei. Die Szene klappt natürlich nicht beim ersten Mal. Mal stört ein Bus, der durchs Bild fährt, ein anderes Mal gefällt dem Regisseur der Dialog nicht. Es muss geprobt werden, immer wieder. Und dafür hatten die Filmemacher auch einen ganzen Bus voller Komparsen mitgebracht. Die echten Bergisch Gladbacher Passanten wurden höflich aufgefordert, aus dem Bild zu gehen. Kein Problem. Direkt an der Poststraße gibt es gleich mehrere gute Sitzgelegenheiten. Da wurde der Traum von so manchem wahr, „Verbotene Liebe“ ganz hautnah zu erleben. „Nee, so schön wie im Fernsehen ist der Gregor Mann ja gar nicht.“ Oder: „Bei der Szene trägt er aber viel zu dick auf, jetzt kriegt er Ärger mit dem Regisseur.“ Bei der ARD sollte man über eine vernünftige Vermarktung der Drehtermine nachdenken. Eine kleine Tribüne wäre zu vernünftigen Preisen sicher schnell vollbesetzt gewesen. Und auch das gab es: Spontane Begeisterung von jungen Mädchen für, nein, nicht für Andreas Jancke, sondern für Tobias Schönenberg. Er spielt in der Serie den lieben Paul Brandner. Aber für Fans hatten die Sternchen nun wirklich keine Zeit. Schließlich mussten sie ja arbeiten. In etwa neun Wochen werden die in Bergisch Gladbach gedrehten Folgen gesendet. (nie) (KStA)


Wer im Film schön sein muss, der kommt an der Schminke nicht vorbei: Zwischen den Szenen wurde bei den Schauspielern - hier Nina Juraga - immer ein wenig nachgebessert.

 

Quelle: Kölner Stadtanzeiger, 07.04.2006